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Dem stillen Giganten auf der Spur

Freuen sich auf den Festakt zur Gedenksteinenthüllung: Sibylle Rindt, Sissy Otto von der Firma Monari, Christian Voigt, Andy Müller, René Kunde mit Julia und Ines Jacobi 

Herzberg. In diesem Jahr ist die Erinnerung an den aus Herzberg stammenden  Dinosaurierforscher Werner Janensch zu einem echten Dauerbrenner geworden. Gedenkmedaillen, Mal- und Bastelwettbewerbe , Vorträge dazu eine Ausstellung - immer wieder stehen Werk und Leben des bekannten deutschen Entdeckers und Wissenschaftlers im Fokus der Öffentlichkeit. Höchste Zeit auch einen bleibenden Gedenkort für Werner Janensch zu schaffen. Herzberg Zählt, die freie Wählergruppe der Stadt, setzt die Idee, einen Dino-Fußabdruck in Originalgröße im Herzberger Stadtpark zu platzieren, jetzt um. Am Sonntagnachmittag wird der Gedenkstein, eine gravierte vier Zentimeter starke Sandsteinplatte in Form eines Saurierfußabdruckes, eingeweiht.

"Es ist toll, dass Janensch einen zentralen Platz in Herzberg und in der Erinnerungskultur der Herzberger bekommt", sagt Christian Voigt, der für Herzberg Zählt im Stadtparlament sitzt. Seine Mitstreiter und er haben zu Ende gebracht, was vor einigen Jahren begonnen hatte. Dr. Olaf Meier entdeckte Werner Janensch für Herzberg und schrieb im Heimatkalender 2009 über ihn erstmals ein umfassendes Personenporträt. Da es keinen öffentlichen Erinnerungsort für Janensch bis dahin gab, stellte die Theatergruppe um Reinhard Straach, Steffen Modrach und Stephanie Kammer ihr Auftrittshonorar vom Stück "Buchstabensuppe" zur Verfügung für die Platzierung eines Dinofußabdruckes im Stadtpark. Eigentümer des Grundstückes war und ist die Stadt Herzberg, die dementsprechend die Bauanträge gestellt hatte. In den folgenden Jahren geriet das Projekt ins Räderwerk der Verwaltung und blieb in einer mysteriösen Schublade stecken. Die Theatermacher gaben Hoffnung und weitere Anstrengungen auf.  

Umso erfreulicher, dass ab 2017 neuer Schwung um Janensch aufkam. Unter anderem wurde mit einer Gedenktafel am Geburtshaus, der ehemaligen Bäckerei Klaus in der Kirchstraße 5, das Gedenken an den Herzberger Forscher wach gehalten. Ab 2018 ergriff auch die Stadtverwaltung die Initiative und rief das Jahr 2019 zum Janensch-Jahr aus. Am kommenden Sonntag, dem 20. Oktober, ist der 50. Todestag von Werner Janensch. Ein guter Zeitpunkt, für Dino-Freunde und Geschichtsfans einen gut sichtbaren Erinnerungsort zu schaffen. 

"Die Firma Monari aus Schlieben half uns bei der Projektrealisierung und sponsorte einen Teil der Arbeitsleistung. Über Spenden wurde der Hauptteil der Kosten bestritten", erklärt Christian Voigt die Finanzierung, die auf Privatspenden, gestiftete Vortragshonorare und Beiträge der Herzberg-Zählt-Fraktion fußt. "Direkt neben dem Spielplatz im Park gelegen, kommt nun auch der Nachwuchs und das ganz junge Herzberg unserem stillen Giganten Janensch auf die Spur", resümiert Voigt mit einem Lächeln im Gesicht. Am Sonntag um 16 Uhr lädt er alle Herzberger und Dino-Freaks deshalb herzlich ein, das neue Denkmal festlich zu enthüllen. Alle Besucher, die einen Dinosaurier mitbringen, dürfen an einem kleinen Gewinnspiel teilnehmen.

 

Stephanie Kammer