Für alle, die wissen, was „Heeme“ bedeutet

Lesung mit Pep: Schattentheater gehört zu Elbe-Elster und Stephanie Auras-Lehmann (links) ebenso. Bettina Beyer vom Museumsverbund beschenkt die Wohnzimmerlesung mit Theaterflair. 

Herzberg. Eine Frau kehrt nach ihren beruflichen Wanderjahren über Berlin und New York nach Lieblingswalde zurück. Sie kennt den Ort genau so gut wie ihr eigenes Wohnzimmer. Alles riecht nach Heimat. Nach Elbe-Elster. Stephanie Auras-Lehmann hat Vielen die Rückkehr in die Heimat schmackhaft gemacht. Ihre eigene Geschichte erzählte sie hunderte Male. Jetzt hat sie ihre Story selbst veröffentlicht.

Am 9. Mai lädt sie um 19 Uhr in Herzbergs BücherKammer zur Wohnzimmerlesung mit Schattentheater ein.   

Frau Auras-Lehmann, sie sind Süd-Brandenburgs bekannteste "Rückholerin". Jetzt erscheint Ihr erstes Buch. Wo und wie kam Ihnen die Idee, Ihre Geschichte aufzuschreiben?

 

Bei den zehn Dingen, die ich schon immer mal im Leben machen wollte, rangierte auf Platz eins „Ein Buch schreiben“. Ich erzählte bei Comeback Elbe-Elster immer wieder meine Geschichte. Die Reaktionen ermunterten mich, über ein Buch nachzudenken. Der Cottbusser Literaturkritiker Klaus Wilke redete mir zu. Dann begann ich zu schreiben.  

 

Passen all Ihre Projekte, Familie und Beruf noch unter Ihren Hut, gewöhnlich ein Spreewaldkind-Basecap?

 

Zugegeben: Manchmal ist es ein Spagat. Für mich steht jedoch die Familie an erster Stelle. Im Hintergrund bekomme ich viel Unterstützung von Eltern, Verwandten und Nachbarn. Dazu hier und da eine Massage und schließlich der wohl tuende Blick auf meine munteren Kids. Das gibt Power.

 

Viele Rückkehrer-Geschichten laufen bei Ihnen zusammen. Gibt es immer ein Happy End oder mussten sich andere Rückkehrer auf Turbulenzen bei der Neulandung in Elbe-Elster einstellen?

 

Das Leben ist nichts anderes, als Turbulenzen auszubalancieren. Das geht auch den Rückkehrern so. Entscheidend ist, für den richtigen Menschen den passenden Job zu finden. Wer beweglich ist, kommt da sicher unkomplizierter zum Zuge. Wichtig ist, dass die Rückkehr in die Heimat wieder eine Option ist, die ernst genommen und geprüft wird. Wir versprechen keine heile Welt. Aber ganz viel kleines Glück. 

 

Wann und wo kann man Sie treffen? 

 

In meinem Garten in Finsterwalde. In der Bürgerheide. Irgendwann in naher Zukunft auf einer Baustelle in Arbeitssachen. Wir träumen vom eigenen Zuhause. Mittendrin kümmere ich mich um mein Buch, mache Promotion und rede mit der Presse. Eigentlich trifft man mich überall, nur nicht am Schreibtisch. Tut gut, nach dem Schreiben.

 

Für das Gespräch dankt

 

Stephanie Kammer      


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